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Die Montagesimulation baut auf den Modellen der Einbausimulation auf. Zusätzlich zu den Fügebewegungen wird nun der gesamte Montageablauf mit dem kompletten Umfeld optimiert. Hierbei werden z.B. Montageplätze abgebildet. Auch das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine kann simuliert werden. [APRA02]

Montagezeiten zu ermitteln ist eine wichtige Aufgabe der Montageplanung. Hierzu wurde die MTM- Methodik, das Methods-Time-Management entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Methodik zur Bewertung menschlicher Bewegungen anhand von Tabellenwerken. Tätigkeiten werden dabei in Grundbewegungen zerlegt, aus denen sich Zeitwerte für deren Ausführung ermitteln lassen. Die MTM-Methode kann auch rechnerunterstützt durchgeführt werden. Dazu wurde von der MTM-Gesellschaft die Software TICon entwickelt. [APRA02]

Die Kopplung der 3D-Simulation mit Menschmodell und der MTM-Software ermöglicht verlässliche Montagezeiten für manuelle Montageabläufe aus dem Simulationsablauf zu ermitteln. Anhand von in der Simulation ermittelten Wegstrecken und bewegten Massen und unter Angabe weiterer Parameter wird die voraussichtliche Montagezeit errechnet. Daraus lässt sich die Zeit pro Teil oder die montierten Teile pro Stunde ermitteln und eine erste Kostenbetrachtung vornehmen. [APRA02]

Auf Basis der Menschsimulation können ebenfalls ergonomische Analysen mit unterschiedlichen Verfahren (z.B. OWAS, Burandt Schultetus, NIOSH, Garg) zur Belastungsanalyse durchgeführt werden. Die Verfügbarkeit von Menschmodellen in unterschiedlichen perzentilen Größenstufen stellt dabei sicher, dass der Arbeitsplatz auch für Mitarbeiter mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen geeignet ist. [APRA02]

Im Simulationssystem können von dem betrachteten Montagearbeitsplatz unterschiedliche Varianten aufgebaut werden. Zeit- und Ergonomieanalysen, die nur einmal definiert werden müssen, liefern dann für jede Variante die objektiv ermittelten Ergebnisse. Anhand dieser Zahlenwerte lässt sich das beste Montagekonzept auswählen. [APRA02]

Doch nicht nur die manuelle Montage kann in der Simulation bewertet werden. Die Simulation automatisierte Montagevorgänge, z.B. mit Robotern, unterstützt ebenfalls den Planer. Roboter werden dabei in der Simulation durch das Programm bewegt, das sie auch in der Realität steuert. In der virtuellen Roboterzelle können Roboterprogramme offline erstellt werden. Das ist in der Simulationsumgebung ist einfacher und genauer durchzuführen als in der Realität. [APRA02]

Die Programmqualität ist bei der Offline- Programmierung häufig besser, da die geometrischen Randbedingen insbesondere die Werkstückgeometrie genauer berücksichtigt werden können. Durch die Parallelschaltung von Zellenaufbau und Programmierung können erhebliche Zeitvorteile bei der Inbetriebnahme erzielt werden. [APRA02]

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