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Durchlaufschmierung

Das Schmiermittel wird nur einmal dem Lager zugeführt und geht danach verloren. Das sind einfache Lösungen, die geeignet sind für Lager mit geringen Anforderungen. Aus Sicht der Umweltschutzes sind diese Lösungen problematisch, wenn der Verbleib des Altöls nicht geklärt ist.

Bild: Öl-Schmiervorrichtungen. a) Einschraub-Deckelöler, b) Einschraub-Kugelöler, c) Einschlag-Klappdeckelöler, d) Dochtöler, e) Tropföler, f) automatische Schmierstoffgeber
Fett-Schmiervorrichtungen. a) Staufferbüchse, b) Flach-Schmiernippel, c) und d) Kegel-Schmiernippel, e) Fettbüchse

Drucklose Umlaufschmierung

Bei druckloser Umlaufschmierung wird das Schmiermittel, das aus dem Lager austritt, im Gehäuse aufgefangen und intern wieder in den Schmierspalt gefördert. Die Kühlung des Lagers erfolgt hier, wie bei der Durchlaufschmierung, nur durch Wärmekonvektion über die Oberfläche des Gehäuses (und der Welle).

Eine übliche Anordnung ist die Ringschmierung mit losem oder festen Ring. Der Ring taucht in den Schmiermittelvorratsbehälter ein und fördert das haftende Schmiermittel nach oben, wo es abgestreift wird.

Bild: Fett-Schmiervorrichtungen. a) Staufferbüchse, b) Flach-Schmiernippel, c) und d) Kegel-Schmiernippel, e) Fettbüchse
Quelle: Roloff/Matek S.515 [1]

Druckschmierung

Die Druckschmierung ist die leistungsfähigste. Hier wird das austretende Schmiermittel durch eine separate Pumpe mit Druck in das Lager gepumpt. Dabei wird das Schmiermittel gleichzeitig gekühlt und/oder gefiltert. Diese Schmierung ist dann erforderlich, wenn die Kühlung durch Konvektion nicht ausreichend ist. Ein Vorteil dieser Schmierung ist auch, das hier der Wärmestrom leicht zu kontrollieren ist und so die Wärmebilanz des Lager in der Auslegung des Lager zuverlässig berücksichtigt werden kann.

Bild: Ringschmierung

a) Fester Schmierring mit Abstreifer für beidseitige Ölabgabe
b) Fester Schmierring mit Abstreifer für einseitige Ölabgabe
c) Loser Schmierring
Quelle: Dubbel S. G105 [2]

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