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Die Einflussfaktoren Z... berücksichtigen die Geometrie der Verzahnung und die sich daraus ergebenden Einflüsse auf die Flankenpressung.

Diese Faktoren sind in der Regel für Rad und Ritzel gesondert zu ermitteln.

Einzeleingriffsfaktor ZB und ZD

"Die Einzeleingriffsfaktoren ZB und ZD dienen bei Geradverzahnung zur Umrechnung der Flankenpressung im Wälzpunkt C auf die Flankenpressung im inneren Einzeleingriffspunkt B des Ritzels bzw. im inneren Einzeleingriffspunkt D des Rades." [DIN 3990 Teil 2 S.6]

Zonenfaktor ZH

"Der Zonenfaktor berücksichtigt den Einfluss der Zahnflankenkrümmung im Wälzpunkt auf die Flankenpressung und die Umrechnung der Umfangskraft am Teilzylinder auf die Normalkraft am Wälzzylinder." [DIN 3990 Teil 2 S.6]

Elastizitätsfaktor ZE

Der Elastizitätsfaktor berücksichtigt den Einfluss der werkstoffspezifischen Größen E (Elastizitätsmodul) und m {bzw. ν = 1 / m} (Piosson-Konstante) auf die Flankenpressung. [DIN 3990 Teil 2 S.8]

Überdeckungsfaktor Zε

"Der Überdeckungsfaktor berücksichtigt den Einfluss der Profil- und Sprungüberdeckung auf die Grübchentragfähigkeit von Stirnrädern." [DIN 3990 Teil 2 S.9]

Schrägenfaktor Zβ

"Unabgängig vom Einfluss des Schrägungswinkels auf die Berührungslinienlänge berücksichtigt der Schrägenfaktor den Einfluss des Schrägungswinkels auf die Grübchentragfähigkeit, wobei Einflüsse wie z. B. die Kraftverteilung entlang der Berührlinien berücksichtigt werden." [DIN 3990 Teil 2 S.10]

Lebensdauerfaktor ZNT

"Der Lebensdauerfaktor berücksichtigt die gegenüber der Dauerfestigkeit höhere Grübchentragfähigkeit bei begrenzter Lebensdauer (Anzahl der Lastwechsel), das heißt die höhere Zeitfestigkeit und statische Festigkeit." [DIN 3990 Teil2 S.11]

Einfluss der Schmierfilmbildung, Faktoren ZL, ZV, ZR (Methode C)

Der Schmierfilm zwischen den Zahnflanken beeinflusst die Grübchentragfähigkeit. Wichtige Einflussfaktoren sind:

  • die Viskosität des Schmiermittels im Schmierspalt,
  • die Summe der momentanen Geschwindigkeiten der beiden Zahnflächen,
  • die Belastung,
  • der Ersatzkrümmungsradius,
  • die Rauhheit der Zahnflanken im Verhältnis zur Mindestschmierfilmdicke

Nach Methode C werden die drei Faktoren ZL, ZV und ZR gemeinsam durch einen Wert abgeschätzt. [DIN 3990 Teil 2 S.15]

Die drei Faktoren stehen für folgende Einflüsse:

Schmierstofffaktor ZL: für den Einfluss der Nennviskosität (als Kennwert für den Schmierstoffeinfluss) auf die Wirkung des Schmierfilms.

Geschwindigkeitsfaktor ZV: für den Einfluss der Umfangsgeschwindigkeit auf die Wirkung des Schmierfilms.

Rauheitsfaktor ZR: für den Einfluss der Flankenrauheit nach dem Einlauf (als Teil des Fertigungsprogramms) auf die Wirkung des Schmierflms.

Werkstoffpaarungsfaktor ZW

Der Werkstoffpaarungsfaktor berücksichtigt die Zunahme der Grübchentragfähigkeit eines Stahlzahnrades (Baustahl, Vergütungsstahl) aufgrund der Paarung mit einem gehärteten oder wesentlich härteren Ritzel mit glatten Zahnflanken.

Methode C: Die Tragfähigkeitssteigerung wird hierbei vernachlässigt, das heißt ZW = 1 gesetzt. Man rechnet damit auf der sicheren Seite. [DIN 3990 Teil 2 S.16]

Größenfaktor für Flankenpressung ZX

Der Größenfaktor berücksichtigt den statistischen Größeneinfluss (infolge der Verteilung von Schwachstellen), den festigkeitstheoretischen Einfluss (verursacht durch den kleineren Spannungsgradienten bei größeren Abmessungen) und den technologischen Größeneinfluss (bedingt durch den Grad der Verschmiedung, Ungleichmäßigkeiten des Gefüges usw.) auf die Grübchentragfähigkeit. [DIN 3990 Teil 2 S.17]

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