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Exakte Berechnung erfordert die Berücksichtigung sehr vieler Einflüsse. Diese sind bisher nur teilweise erforscht und für die Praxis aufbereitet.

Deshalb werden häufig vereinfachte Berechnungen durchgeführt unter Berücksichtigung der wichtigsten Einflüsse und Erfahrungswerte.
Dementsprechend sind in DIN 3990 die Methoden A, B, C und D festgelegt, zur Klassifizierung der jeweiligen Verfahren zur Ermittlung der notwendigen Einflussfaktoren.

Methode A

Die Einflussfaktoren sind durch genaue Messungen und exakte Berechnungen zu ermitteln.

Dazu müssen alle Getriebe- und Belastungsdaten bekannt sein.

Im allgemeinen wird man Methode A nur selten anwenden, weil entweder die betreffenden Zusammenhänge noch nicht weiter erforscht sind, als sie in den  anderen Methoden bereits berücksichtigt wurden, oder die Betriebsdaten nicht vollständig bekannt sind oder geeignete Meßeinrichtungen nicht zur Verfügung stehen oder die Kosten der Analyse/Messung ihren  Wert übersteigen.

Methode B

Die Einflussfaktoren werden nach Methoden bestimmt, die für die meisten Anwendungsfälle ausreichend genau sind.

Methode C

Für einige Faktoren sind zusätzlich vereinfachte Näherungsverfahren angegeben.

Methode D

Zur Bestimmung einiger Faktoren sind noch weitere Sonderverfahren angegeben. Diese gelten zum Teil für einen bestimmte Anwendungsbereich oder sind nur unter gewissen Voraussetzungen anwendbar.

Bei den Methoden B, C und D sind die Annahmen angeführt, unter denen die Einflussfaktoren ermittelt wurden. Es ist jeweils zu prüfen, ob die Annahmen für die vorliegenden Verhältnisse zutreffen.

Methoden Bk, Ck, Dk und Bp, Cp, Dp

Die Methoden B, C und D werden noch einmal in die Methoden ...k und ...p unterteilt.

Wenn für die Methoden B, C oder D keine zulässigen Vergleichsspannungen vorliegen, die an Vergleichszahnrädern ermittellt wurden, kann man als Vergleichsspannungen auch Werte verwenden, die an gekerbten oder auch an glatten Probestäben ermittelt wurden.

Werden die Werte von gekerbten Vergleichsstäben verwendet, erhält die Methode den Index k.

Werden die Werte von glatten Vergleichsstäben verwendet, erhält die Methode den Index p.

Im weiteren wird mit einer Berechnung gearbeitet, die sich an der Methode Cp orientiert.

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