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Beim Querpressvorgang wird durch Erwärmung bzw. Herunterkühlen ein radiales Spiel geschaffen, so dass sich die Bauteile leicht ineinander schieben lassen. Die Rauheiten werden nicht abgeschert, sondern nach dem Abkühlen bzw. Erwärmen auf betriebstemperatur zum größten Teil plastisch verformt. Die Haftwirkung eines Querpresssitzes ist besser als die eines Längspresssitzes.

Das Fügespiel kann auf unterschiedliche Weise erzeugt werden; örtliche Überhitzungen müssen vermieden werden; Dichtungen und andere empfindlichen Teile müssen vorübergehend demontiert werden.

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht zu den Mitteln zum Unterkühlen von Pressverbänden:

Tabelle
Mittel zum Unterkühlen Siedepunkt
des Gases
Hinweise
Kohlensäure-Schnee oder Trockeneis CO2 -78,4°C
  • Fügeteil kühlt relativ langsam ab
  • schnellere Abkühlung bei Einsatz von Spiritus als Wärmeträger
  • Beigabe von Trichloräthylen verhindert das Vereisen der Fügeteil-Oberflächen
verflüssigter Stickstoff N2 -195,8°C
  • gute Belüftung bei Einsatz in geschlossenen Räumen
verflüssigter Sauerstoff -195°C
  • große Explosionsgefahr
verflüssigter Luft -194°C
  • große Explosionsgefahr

Literatur: [11]

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