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Bei der Entwicklung einer Baureihe muß die Art und Weise der Stufensprünge von einer Baugröße zur nächsten Baugröße festgelegt werden.
Als Stufungsprinzip haben sich geometrische Reihen durchgesetzt.
Begründung:

  • Gleiche Wirkprinzipien sind über große Dimensionsunterschiede ökonomisch sinnvoll anwendbar. Siehe Beispiel Baureihe "Sechkantmutter" genormt von M1,6 bis M56. Hier ist eine lineare Stufung offensichtlich nicht mehr sinnvoll.
  • Die Größenstufung in einer geometrischen Reihe hat den Vorteil, dass in jeder Größenordung der realtive Stufensprung s= Parameteri+1/Parameteri konstant ist.

Die größe des Stufensprungs ist eine wichtige strategische Entscheidung. Sie ist in der Regel nicht technisch zu begründen, sondern wirtschaftlich. Hier gibt es eine Konfliktsituation:

  • Die Anwender eines Produkts möchten für die Lösung ihres Problems möglichst das genau passende Erzeugnis. Das erfordert eine sehr feine Stufung der Baureihe.
  • Der Hersteller möchte seine Produkt mit möglichst geringen Kosten herstellen. Dazu gehört es, in großen Stückzahlen zu fertigen. Das erfordert große Stufensprünge.

Das Ergebnis wird ein Kompromiss sein, der von Erzeugnis zu Erzeugnis neu entschieden werden muss. Massenprodukte, wie z.B. die Sechskantmutter werden sehr fein gestuft. Bei komplexen Erzeugnissen erfolgt eine wesentlich gröbere Stufung. Hier kann bereits ein Stufensprung mit dem Faktor 2 sinnvoll sein.

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