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Eine Alternative zu HMDs sind Shutterglasses, bei denen der Betrachter eine Brille aufsetzt und damit Monitor oder Leinwand betrachtet. Vorteile der Shutterglasses gegenüber den HMDs liegen im Anwendungskomfort und in der grafischen Qualität. [LERE03]

3D-Brillen beruhen auf dem Prinzip, dass ein Monitor in schneller Folge Teilbilder, die jeweils für das rechte oder linke Auge bestimmt sind, anzeigt. Damit jedes dieser Teilbilder auch genau von dem Auge gesehen wird für das es bestimmt ist, schaltet die Brille mit der gleichen Frequenz wie die Bilder wechseln jeweils ein Auge dunkel. Der größte Nachteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand. Die effektive Bildfrequenz wird halbiert, ein Umstand der das Auge ziemlich belastet. Zusätzlich sind diese Systeme preisgünstig. Insgesamt sind 3D-Brillen zwar relativ preisgünstig, allerdings wird dies durch eine Halbierung der Bildwiederholfrequenz des Monitors und eine starke Minderung des Kontrasts erkauft. [LERE03]

Aktivstereo- Darstellung:

Bei dieser Technik erfolgt die Stereoausgabe zeitlich versetzt, d.h. die Bilder für das linke und  rechte Auge werden abwechselnd auf Monitor oder Leinwand dargestellt. Die Betrachter tragen ShutterBrillen, die abwechselnd eines der Gläser auf durchsichtig schalten und das andere auf undurchsichtig. Die Brille wird mit der Bildschirmfrequenz synchronisiert, so dass jedes Auge nur die zugehörigen Bilder zu sehen bekommt. Dies erfordert vom Ausgabegerät eine ausreichend hohe Bildwiederholungsrate, denn diese wird durch die Technik effektiv halbiert -üblich ist eine Frequenz von 120 Hz, die sich mit Shutter-Brillen effektiv auf 60Hz reduziert. Die Synchronisation geschieht entweder über eine Kabelverbindung, oder im Fall von schnurlosen Brillen über eine Infrarot-Verbindung. ShutterBrillen müssen für den Betrieb der Flüssigkristall-Gläser über Batterien mit Strom versorgt werden. [LERE03]

Bild 2: Aktivstereo Darstellung mit Shutterglasses
Quelle: staff.science.uva.nl/~robbel/publications/asci2001.pdf

Passivstereo- Darstellung:

Bei der Passivstereo-Methode werden beide Stereobilder gleichzeitig angezeigt, und auf dem Display überlagert. Das vom Display abgestrahltes Licht wird polarisiert, so dass linkes und rechtes Bild eine unterschiedliche Polarisationsrichtung bekommen. Die Betrachter tragen Polarisationsbrillen, die einen Polarisationsfilter vor jedem Glas haben, der jeweils nur eine Polarisationsrichtung durchlässt. Für das Polarisieren gibt es verschiedene Möglichkeiten an, die Leinwand durch zwei Projektoren zu bestrahlen, wobei jeder Projektor seinen Lichtkegel durch einen Filter polarisiert sowie in Bild ... Allerdings müssen hier geeignete Leinwandmaterialien verwendet werden, die die Polarisation beibehalten. Für Monitore gibt es die Möglichkeit, die Bilder zeilenweise zu überlagern. Ein spezieller Polarisationsfilter vor dem Display, bestehend aus einer mikroskopischen Anordnung von vielen Polarisierern, gibt dem Licht, das jeweils aufeinanderfolgende Displayzeilen abstrahlen, die entsprechende Polarisationsrichtung. Hierbei muss das Display also, verglichen mit einer Monodarstellung gleicher Qualität, die doppelte Anzahl von Zeilen darstellen. Vom Darstellungsprogramm verlangt diese Art der Darstellung eine Methode, um zwei aufeinanderfolgende Bilder im gleichen Bildspeicher zeilenweise zu überlagern (in OpenGL lässt sich dies z.B. mit dem Feature des Stipple Pattern erreichen).  Der Vorteil von Polarisationsbrillen ist, dass diese passiv funktionieren, also keinerlei Stromversorgung und keinerlei Synchronisation mit dem Display benötigen, daher die Bezeichnung Passivstereo. Diese Brillen sind billiger, leichter und ausfallsicherer als ShutterBrillen. [LERE03]

Bild 3: Passiv stereo Darstellung mittels zwei Leitwandprojektoren und Polarisationsbrillen
Quelle: staff.science.uva.nl/~robbel/publications/asci2001.pdf
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