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Beim Kegelsitz wird eine axiale Einpresskraft durch eine Verschraubung von Welle und Nabe aufgebracht. Das Wirkflächenpaar einer Kegelverbindung weist die Form eines Kegelstumpfes auf. Die Fügefläche des Innenteils ist ein Außenkegel, die des Außenteils ein Innenkegel. Der Kegelsitz gehört zu den reibschlüssigen Verbindungen. Wird die Belastungsgrenze überschritten, rutscht die Nabe durch.

Kegelverbindungen eignen sich zur Übertragung großer, wechselnder und stoßartiger Drehmomente (z. B. für das Befestigen von Radnaben auf Wellenenden). Sie gewährleisten genauen, zentrischen Sitz und damit eine hohe Laufruhe. Axiales Verschieben ist nicht möglich.

Die von einer Kegelsitzverbindung übertragbaren Kräfte hängen maßgeblich vom Neigungswinkel bzw. Kegelverhältnis ab. Unter Kegelverhältnis versteht man das Verhältnis von

worin d1 den (großen) Wellendurchmesser, d2 den (kleinen) Wellendurchmesser undl die Kegellänge beschreiben. Je kleiner das Kegelverhältnis ist, umso größer ist die Umsetzung der axialen Eintreibkraft in die Normalkräfte an den Kegelflanken und umso größere Belastungskräfte können übertragen werden. Größere Normalkräfte bewirken größere Reibkräfte und damit auch ein größeres Reibmoment. Der Kegel ist ebenso wie der Keil ein mechanischer Kraftverstärker, dessen Verstärkung bei abnehmendem Keilwinkel steigt.

Kegelverhältnisse sind nach DIN 254 genormt.

Bild: Kegelsitzverbindungen

Literatur: [1], [3]

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