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Die Lebensdauer einer Rollenkette wird vorwiegend durch den Verschleiß zwischen Buchse und Bolzen bestimmt. Dieser ist in erster Linie abhängig von der Kettenzugkraft, dem Drehweg zwischen Bolzen und Buchse, der Gelenkfläche, der Schmierung und der Anzahl der Kettenumläufe.

In den Bildern 1 und 2 sind für Rollenketten nach DIN 8187 (europäische Bauart) und DIN 8188 (amerikanische Bauart) die übertragbaren Leistungen in Abhängigkeit von der Drehzahl des kleineren Kettenrades für die verschiedenen Ketten aufgetragen.

Die Linien in den Bildern stellen die obere Grenze dar für einen Kettentrieb mit zwei fluchtenden Kettenrädern auf parallelen, horizontalen Wellen und gelten für ein Kleinrad mit 19 Zähnen, einer Kettenlänge von 100 Gliedern und für 15000 Betriebsstunden Lebensdauererwartung.

Bild 1: Leistungsschaubild für Rollenketten nach DIN 8187 [2,6]

Entsprechend muss eine geforderte Leistung um den Betriebsfaktor und den Zähnezahlenfaktor korrigiert werden. Als Leistungsgrenze sind dabei die aus den Schaubildern ersichtlichen Grenzwerte zu berücksichtigen.

Pmax = 200 kW (1-fach Kette)
Pmax = 350 kW (2-fach Kette)
Pmax = 500 kW (3-fach Kette)

Bild 2: Leistungsschaubild für Rollenketten nach DIN 8188 [2,6]

Die Kettengliederanzahl berechnet sich für 2 Kettenräder mit gleicher Zähnezahl z = z1 = z2

und für ungleiche Zähnezahlen (z1 = z2)

Der Teilkreisdurchmesser für die Kettenräder ergibt sich aus

und der maximale Kopfkreisdurchmesser aus (dR = Rollendurchmesser, siehe Tabelle)

Das Zahnbreitenprofil berechnet sich nach DIN 8196 für Einfach Kettenräder

                                                               p ≤ 12,7
                                                            B1 = 0,93 · b1

und

                                                               p > 12,7
                                                            B1 = 0,95 · b1

und für Zweifach- und Dreifach-Kettenräder

                                                               p ≤ 12,7
                                                            B1 = 0,91 · b1

und

                                                               p > 12,7
                                                            B1 = 0,93 · b1

Tabelle: Rollenketten nach DIN 8187 und 8188 [2]
Ketten-Nr.
Teilung p
[mm]
Breite b1
[mm]
dR
[mm]
Bruchkraft FB [N]
spez. Masse
q [kg/m]
einfach
zweifach
dreifach
DIN 8187
04 B
05 B
06 B
08 B
10 B
12 B
16 B
20 B
24 B
28 B
32 B
40 B
48 B
56 B
64 B
72 B
6.00
8.00
9.525
12.70
15.875
19.05
25.40
31.75
38.10
44.45
50.80
63.50
76.20
88.90
101.60
114.30
2.80
3.00
5.72
7.75
9.65
11.68
17.02
19.56
25.40
30.99
30.99
38.10
45.72
53.34
60.96
68.58
4.00
5.00
6.35
8.51
10.16
12.07
15.88
19.05
25.40
27.94
29.21
39.37
48.20
53.58
63.50
72.39
3000
4600
9100
18200
22700
29500
58000
95000
170000
200000
260000
350000
560000
850000
1100000
1400000
8000
17300
31800
45400
59000
110000
180000
324000
381000
495000
680000
1000000
1600000
2100000
2700000
11400
25400
45400
68100
88500
165000
270000
485000
571000
743000
1000000
1600000
2350000
3100000
4000000
0.12
0.18
0.41
0.70
0.95
1.25
2.70
3.60
6.70
8.30
10.50
16.00
25.00
35.00
60.00
80.00
DIN 8188
08 B
10 B
12 B
16 B
20 B
24 B
28 B
32 B
40 B
48 B
12.70
15.875
19.05
25.40
31.75
38.10
44.45
50.80
63.50
76.20
7.95
9.53
12.7
15.88
19.05
25.40
25.40
31.75
38.10
47.63
7.95
10.16
11.91
15.88
19.05
22.23
25.40
28.58
39.68
47.63
14100
22200
31800
56700
88500
127000
172400
226900
353800
510300
28200
44400
63600
113400
177000
254000
344800
453000
707600
1020600
42300
66600
95400
170100
265500
381000
517200
680400
1061400
1530900
0.61
1.01
1.47
2.57
3.73
5.50
7.50
9.70
15.80
22.60

Als Maß für die Tragfähigkeit von Förder- und Lastketten dient die im Zugversuch ermittelte Bruchkraft FB (s. Tabelle) und ein auszureichender Sicherheitsfaktor SB, der nach

berechnet wird. Die Berechnung der Gesamtzugkraft Fges erfolgt dabei ohne die Berücksichtigung der Fliehzugkraft, da diese bereits in den Leistungsschaubildern enthalten ist.

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