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Das Laminated Object Manufacturing (LOM) generiert aus Folien. Im Gegensatz zu anderen Schichten-Fertigungsverfahren ist das LOM kein rein additives, sondern ein hybrides. Der Aufbau des Bauteils durch miteinander verklebte dünne Folien ist ein additiver Prozess, während das Ausschneiden der jeweiligen Schichtkontur durch einen Kohlendioxid-Laser ein substraktiver Prozess ist. Das Verkleben der Folien erfolgt mit einem durch Druck und Temperatur aktivierten Binder, welcher sich in einer dünnen Schicht auf der Unterseite des vorbehandelten Papiers befindet (Bild 1).

Das Endlospapier wird über Rollen über die Trägerplattform geführt und mit der darr-unterliegenden Schicht verklebt. Eine beheizte Rolle aktiviert die Binderschicht. Mit dem Laser wird die Folie entsprechend der jeweiligen Kontur zugeschnitten. Eine Stützwirkung für das Bauteil wird durch eine zusätzlich geschnittene Umrandung geschaffen. Aufgrund der nachträglich zu entfernenden Papierstücke ist die Herstellung von Hohlräumen nur begrenzt möglich.

Bild 1: Schematischer Aufbau des LOM-Prozesses [28]

In den meisten Fällen wird Papier eingesetzt. Dadurch lassen sich Modelle generieren, die vergleichbare Eigenschaften wie Holzobjekte haben. In Frage kommende feste oder folienartige Materialien sind mit Laser schneidbar oder spanend bearbeitbar; man kann für dieses Schichtverfahren auch Kunststoffe und Bleche einsetzen.

1991 kamen die ersten LOM Maschinen der Firma Helisys auf den Markt und wurden seitdem kontinuierlich verbessert. Seit 1994 vertreibt die Firma Kira (Japan) die Bau-reihe "PLT" und seit 1996 die Firma Kinergy (Singapur) die Maschine "ZIPPY", die nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Von 1992 bis einschließlich 1999 wurden weltweit 748 Laminiermaschinen verkauft [29]. Die Maschinen der Japanischen Hersteller mit einem relativ kleinem Bauraum waren ab etwa ? 62.000,- erhältlich, die größ-ten Maschinen der Firma Kinergy kosteten bis zu ? 285.000,- [29].

Das Laminated Object Manufacturing ist geeignet, um große, massive Geometrie- und Funktionsmodelle zu fertigen, die große Sprünge in den Wandstärken aufweisen (Bild 2). Die Modelle können bis zu Abmaßen von bis zu 1180 mm x 750 mm x 550 mm in einem Stück gefertigt werden. Die Herstellung von Formen und Werkzeugen erfolgt danach indirekt über Abformprozesse.

Bild 2: Mit dem LOM-Verfahren hergestelltes Gehäusebauteil
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