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Ausgangsbasis für Suchstrategien sind die strategischen Freiräume, die sich bereits in der Situationsanalyse abzeichnen. Diese Freiräume können Lücken im derzeitigen Sortiment oder völlig neue Märkte sein. (siehe Produkt-Markt-Matrix). Es ist festzulegen, ob neue Produkte für den derzeitigen Markt (Feld III), derzeitige Produkte für neue Märkte (Feld II) oder neue Produkte für neue Märkte (Feld IV) entwickelt werden sollen. Das Vordringen in neue Märkte mit neuen Produkten stellt jedoch ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Die Auswahl sollte entsprechend der Ziele und Stärken des Unternehmens erfolgen [Bra74], [Keh72].

Weitere wichtige Informationen zum Aufstellen von Suchfeldern findet man durch rechtzeitiges Erkennen von Kundenbedürfnissen und Markttrends. Anhaltspunkte hierfür bieten z.B. ein verändertes Kundenverhalten, das oft durch gesellschaftliche Entwicklungen wie ein verändertes Umweltbewusstsein, die Entsorgungsproblematik, Arbeitszeitverkürzung oder Verkehrsprobleme beeinflusst wird. Aber auch Veränderungen im Produktionsumfeld wie veränderte Fertigungstiefen einer Branche eröffnen neue Marktfelder z.B. für Zulieferer. Ein Hilfsmittel ist die im Bild dargestellte Bedürfnis-Stärken-Matrix, bei der vertikal in abfallender Reihenfolge die Bedürfnisse des Marktes und horizontal ebenfalls in abfallender Reihenfolge die Stärken und Kompetenzen des Unternehmens eingetragen werden. Interessante Suchfelder sind dann die noch nicht besetzten Felder in der linken oberen Ecke.

Bild: Bedürfnis-Stärken-Matrix am Beispiel eines Unternehmens, das Messgeräte für die Industrie herstellt Quelle: [Pah03]
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