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Das Konstruieren ist ein iterativer Vorgang, bei dem von einem Rohentwurf ausgehend ein Körpermodell modelliert wird und durch Modifizierung seine endgültige Gestalt erhält. Alle auf geometrischer Basis zur Darstellung und Modellierung von Objekten eingesetzten computergestützten Module werden deswegen als geometrische Modellierungssysteme bezeichnet. [Ovtc-03a]

Verfahren zur Modellierung der Grobgestalt
Beim Modellieren beziehungsweise Generieren eines Konstruktionsobjekts ist es zweckmäßig, zunächst nur die Grobgestalt - das heißt maßlich zutreffend, richtig angeordnet, ohne derzeit nicht benötigte Einzelheiten vorläufig - zu erzeugen, um Generierungsaufwand zu sparen und um notwendige Änderungen einfacher durchführen zu können. Die Geometrie beschreibt hier in erster Linie ein Volumen, das durch entsprechende Materialkennung zum Körper erhoben wird. Der oder die Körper können dann im Sinne der Erzeugnis- oder Baustruktur ein Teil bilden. Mehrere Teile ergeben eine Baugruppe, mehrere Baugruppen ein Erzeugnis. [Ovtc-03a]

Der Ablauf bei einer 3D-Modellierung besteht im Allgemeinen darin, ein reales technisches Objekt in ein Geometriemodell zu überführen, wozu formale Elemente wie Volumen, Flächen, Linien und Punkte verwendet werden. [Ovtc-03a]

Verfahren zur Modellierung der Feingestalt
Der nächste Schritt im Modellierungsablauf besteht in der Anfertigung der Feingestalt. Diese kann beispielsweise durch lokale Operationen wie Schrägen oder Runden erzeugt werden. Hiebei sind die Arbeitstechniken zur Feingestaltung von der Art des dem CAD-Systems zugrundeliegenden Geometriemodells abhängig. [Ovtc-03a]

Beim Konstruieren spielen Änderungen eine wesentliche Rolle, insbesondere wenn die Grobgestalt noch nicht den Gestaltungsabsichten des Konstrukteurs voll entspricht. Zur Modifizierung der Gestalt können entsprechend dem Konstruktionsfortschritt mannigfache Ergänzungen und Anpassungen in iterativen Schritten erforderlich sein, wobei diese verstärkt unter technischen Gesichtspunkten erfolgen. [Ovtc-03a]

Höhere Modellierungsverfahren (Feature-Technik)
Mit höheren Modellierungsverfahren können neben der geometrischen Bauteilgestalt Informationen vom Produktentwurf bis zur Fertigung und Prüfung berücksichtigt werden. Die steigenden Anforderungen an den Produktentwicklungsprozess sowie der Bedarf an einer durchgängigen informationstechnischen Verknüpfung können hiermit gedeckt werden. Die Einführung von Objekten als Träger semantischer Informationen führt zur Verwendung von Features1. [Ovtc-03a]

1 Ein Feature ist ein informationstechnisches Element, das Bereiche von besonderem (technischen) Interesse (nicht ausschließlich Geometrie) von einzelnen Produkten darstellt. Es wird durch die Summe von Eigenschaften eines Produktes beschrieben. Die Beschreibung beinhaltet relevante Eigenschaften selbst, deren Werte sowie deren Beziehungen. Das Feature repräsentiert eine spezifische Sichtweise auf die Produktbeschreibung, die mit bestimmten Eigenschaftsklassen und bestimmten Phasen des Produktlebenszyklus im Zusammenhang steht. Es kann Eigenschaften aus verschiedenen Eigenschaftsklassen enthalten. [WWW-01]

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