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Die drei häufigsten Kriterien der Dimensionierung sind:

  • Kriterium der Bauteilfestigkeit
  • Kriterium der Deformation bzw. Elastizität
  • Kriterium der Stabilität

Diese Kriterien beziehen sich auf die Bewahrung der funktionell notwendigen Gestalt (Geometrie) eines technischen Gebildes, welches mechanischen Beanspruchungen (Kräften, Momenten) ausgesetzt ist. Wenn von Bauteildimensionierung gesprochen wird, sind meistens Dimensionierungen nach diesen drei Kriterien gemeint. Es gibt weitere spezielle funktionelle Dimensionierungskriterien, z.B.:

  • Verschleiß, Abrieb
  • Durchströmungsquerschnitte und damit Durchflußmengen bzw. Durchflußwiderstände
  • Wärmeleitfähigkeiten zur Begrenzung oder Begünstigung des Wärmeabflusses
  • Realisierung statischer oder dynamischer Auftriebskräfte
  • Realisierung oder Vermeidung bestimmter Eigenfrequenzen

Es gibt auch komplexe Dimensionierungskriterien, die sich zum Teil aus den o.g. Einzelkriterien zusammensetzen und nach bestimmten Aufgabenbereichen zu unterteilen sind.

  • Kriterium der Bedienbarkeit, z.B. Einhaltung ergonomischer Maße
  • Kriterium des Gesundheitsschutzes, z.B. zu händelnde Massen, Schallemissionen
  • Kriterium des Brandschutzes

Im Rahmen der Dimensionierung eines Bauteils hat der Konstrukteur zu entscheiden, welches die entscheidenden quantifizierbaren Kriterien sind, die die Funktionsfähigkeit des Bauteils sichern. Ein erfahrener Konstrukteur kann oft schon vor der Dimensionierungsberechnung einschätzen, welches das kritische Kriterium ist und sich bei der Dimensionierung darauf beschränken. Im Zweifelsfall bzw. falls Sicherheitsbestimmungen dies vorschreiben, sind Berechnungen nach weiteren Kriterien nachzuweisen.

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