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"Bei einreihigen Schrägkugellagern sind die Laufbahnen so angeordnet, dass die Kräfte unter einem bestimmten Druckwinkel α - das heißt schräg zur Radialebene - von einer Laufbahn auf die andere übertragen werden. Es gibt Reihen mit 15°, 25° und 40° Druckwinkel." [4] Lager mit Druckwinkel α>45° werden als Axial-Schräglager bezeichnet.

Bild: Einreihiges Schrägkugellager

Schrägkugellager  sind wegen ihres Druckwinkels für die Aufnahme großer Axialkräfte besser geeignet als Rillenkugellager.

Radialkräfte können von einreihigen Schräglagern nur in Verbindung mit Axialkräften aufgenommen werden und werden deshalb in der Regel paarweise eingesetzt, z.B. bei einer Stützlageranordnung.

Einreihige Schrägkugellager können zu Lagersätzen kombiniert werden.

Bild: Lagersätz
Quelle: Wälzlagerpraxis, S.6 [4]

Durch die X- und die O-Anordnung entsteht praktisch ein zweireihiges Schrägkugellager, das in der Lage ist, sowohl große Axialkräfte in beide Richtungen aufzunehmen, als auch Radialkräfte kombiniert mit Axialkräften oder reine Radialkräfte. Beim Einbau ist darauf zu achten, dass die Innenringe (bei O-Anordnung) bzw. die Außenringe (bei X-Anordnung) gegeneinander angestellt sind.

Durch die Tandem-Anordnung kann bei begrenztem radialen Einbauraum die zulässige Belastung gegenüber einem einzelnen Lager erhöht werden. Es ist aber zu beachten, dass sich die Trägfähigkeit von zwei Lagern wegen ungleichmäßiger Lastverteilung nicht verdoppelt. Bei Tandem-Anordnung ist außerdem darauf zu achten, dass ebenso wie beim Einzellager stets eine axiale Kraftkomponente vorhanden sein muss.

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