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Zum besseren Verständnis werden zunächst die Komponenten der virtuellen Produktentwicklung betrachtet (Bild).

Bild: Komponenten der virtuellen Produktentwicklung [SpKr-97]

Basierend auf einer geometrischen Konstruktion und Gestaltung mittels Computer Aided Design (CAD), der Berechnung relevanter Größen mittels verschiedener Berechnungsprogramme und deren Rückgabe an CAD, der Designfindung mittels Computer Aided Styling (CAS), der rechnerinternen Simulation des Produktverhaltens mittels Virtual Reality (VR), der rechnerinternen Simulation des Prototypenbaus mittels Rapid Prototyping (RP), dem Aufbau rechnerinterner Daten- und Produktmodelle und deren Verwaltung mittel Product Data Management (PDM), der qualitätssichernden Unterstützung der gesamten Prozesskette mittels Computer Aided Quality (CAQ1), der Überführung der Produktdaten in die Fertigung mittels Computer Aided Manufacturing (CAM2), der Planung und Steuerung des Produktionsablaufes mittels Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen (PPS3-System) und der Realisierung der Schnittstellen zwischen den verschiedenen Komponenten mittel Kommunikationsbausteinen, kann die Produktentwicklung völlig rechnerintern, also virtuell, durchgeführt werden. [SpKr-97]

PDM/EDM-Systeme wurden bereits im Kapitel Historische Betrachtung der Produktentwicklung erwähnt. Auf Berechnungs- und Simulationsprogramme, VR, CAD sowie auf Digital Mock-Ups (DMUs) wird im Verlauf des Kapitels zwei eingegangen. Auf die Bedeutung von Design und Styling in der virtuellen Produktentwicklung wird in Kapitel vier eingegangen. Die CAS-Systeme werden im Kontext des Designprozesses behandelt.

1 CAQ (Computer Aided Quality): Die rechnerunterstützte Qualitätssicherung legt Qualitätsmerkmale und Qualitätsanforderungen fest und erstellt Prüfpläne, die Prüfungshäufigkeit, Sollwert und Toleranzen erfüllen. Die Qualitätssicherung bezieht sich auf den gesamten Materialfluss beginnend mit der Eingangsprüfung der Rohstoffe und Fremdteile, der Qualitätsprüfung innerhalb des gesamten Produktionsprozesses bis hin zur Prüfung der Endprodukten. [Ovtc-03a]

2 CAM (Computer Aided Manufacturing): CAM umfasst NC-Maschinen (Numeric Control - NC) zur automatischen Fertigung von Teilen, der automatischen Handhabung durch Roboter, dem automatischen Transport und Lagern der Teile sowie dem automatischen Zusammenbau in einem Montageprozess. Die modernen NC-Maschinen verfügen über eigene eingebaute Computer. Diese Maschinen werden dann CNC-Maschinen (Computer Numerical Control - CNC) genannt. [Ovtc-03a]

3 PPS (Produktionsplanung und -steruerung): Durch PPS werden die überwiegend betriebswirtschaftlichen Aufgaben gekennzeichnet. Hierunter fallen sämtliche administrative Tätigkeiten, die zur Organisation und Überwachung des Fertigungsablaufs erforderlich sind. [Ovtc-03a]

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