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Nachfolgend soll die Strömung im Schmierspalt qualitativ beschrieben werden. Zur besseren Vorstellung kann man sich den Schmierspalt eines Radialgleitlagers in die Ebene abgewickelt denken.

In den grafischen Darstellungen ist die Spalthöhe h gegenüber der Spaltlänge l und der Spaltbreite b stark überhöht dargestellt.

Animation: Schleppströmung im Parallelspalt

Eine Wellenoberfläche bzw. eine Gleitbahn wird über einer Lagerschale bzw. über einem Gleitschuh mit eine Geschwindigkeit uS verschoben. Zwischen den beiden Teilen existiert ein Spalt mit der Höhe h. Der Spalt ist mit Schmierflüssigkeit gefüllt, die eine dynamische Viskosität η hat.

Durch die Haftung der Schmierflüssigkeit an den Schmierspaltwänden entsteht eine Schleppströmung. Herrscht an beiden Enden der gleiche Umgebungsdruck p0, entsteht im Spalt ein lineares Geschwindigkeitsprofil und die Schmierflüssigkeit wird mit einer mittleren Geschwindigkeit von

drucklos in Richtung der Plattenbewegung gefördert. Dabei fließt im Spalt ein Ölstrom

Durch das Geschwindigkeitsgefälle über die Spalthöhe und die Viskosität η entstehen in der Schleppströmung Schubspannungen, die eine Reibkraft Ff erzeugen.

Zur Realisierung einer kontinuierlichen Gleitgeschwindigkeit uS müssen Gleitschuh und Gleitbahn mit der Kraft Ff gegeneinander verschoben werden. Dadurch wird dem Lager eine Reibleistung Pf zugeführt.

Durch diese Reibleistung wird die Schmierflüssigkeit erwärmt.Bei einem Schmierfilm zwischen zwei planparallelen Platten, wie hier dargestellt, entsteht noch keine Auftriebskraft, die dafür sorgt, dass die Höhe des Schmierspalts erhalten bleibt und die Lagerteil sich nicht berühren.

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