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Animation: Reibdaumen als Beispiel für Selbstverstärkung

Ein Reibdaumen nutzt ebenfalls das Prinzip der Selbstverstärkung.

Dessen Funktion besteht im Hemmen oder Sperren (abhängig vom Verhältnis zwischen a und b) einer Bewegung. Der Daumen drück, über eine Feder vorgespannt, senkrecht auf das zu hemmende/ sperrende Element. Die Federkraft verursacht also eine Normalkraft – daraus ergibt sich eine Reibkraft – die eine Verschieben verhindert. Die Reibkraft durch die Feder entspricht der gewöhnlichen Wirkung, mit der ein Element gehemmt oder gesperrt wird.

Die Selbstverstärkung bedarf einer Hauptgröße aus der die Hilfswirkung abgeleitet wird, in diesem Fall eine Schubkraft. Durch die Schubkraft entsteht bei geeigneter Gestalt des Reibdaumens ein zusätzliches Moment – welches eine höhere Normalkraft und damit eine höhere Reibkraft zur Folge hat.

Abhängig von der Geometrie des Reibdaumens (Strecken a und b) kann die Reibkraft damit stets größer als die in Sperrrichtung wirkende Schubkraft (=Gesperre) sein oder nur bis zu einer Grenzschubkraft größer als die Reibkraft sein (Gehemme).

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