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Flachriemengetriebe gehören zu den kraftschlüssigen Hülltrieben, die sich durch ihre Elastizität auszeichnen. Sie eignen sich deshalb besonders zur Aufnahme von Stoßen und weisen daneben noch einen geräuscharmen Lauf auf. Nachteilig sind die durch die erforderliche Vorspannung bedingten größeren Achskräfte, die auf die Wellen und Lager wirken sowie der unvermeidliche Schlupf. Flachriementriebe werden an Werkzeugmaschinen, Textilmaschinen, Misch- und Mahlwerken, Papiermaschinen, Sägegattern, Pressen, Stanzen, usw. eingesetzt.

Bild: Aufbau eines Mehrschichtflachriemens

Die heutigen Flachriemen werden vornehmlich als Verbund-konstruktion ausgeführt, bestehend aus einer Zugschicht aus hochverstrecktem Polyamid oder endlos gewickelten Polyestercordfäden, einer Reibschicht aus einem adhäsiven Elastomer oder Chromleder und einer Deckschicht aus Textilgewebe oder Kunststofffolien. Außerdem werden Riemen aus homogenen Elastomerwerkstoff ohne Einlage gefertigt. Bei den Flachriemengetrieben erfolgt die Drehmomentenübertragung durch Reibung zwischen Riemen und Scheiben über einen durch den jeweiligen Umschlingungswinkel gekennzeichneten Teil des Scheibenumfangs. Für ihre Funktion ist eine genügend große Vorspannkraft Voraussetzung.

Die Übersetzung bei Flachriemenantrieben beträgt max. 12:1 bzw. 1:12. Dabei kann maximal eine Leistung von 5000 kW übertragen werden.

Besondere Eigenschaften von Flachriemengetrieben sind im Einzelnen:

  • große Übersetzungsverhältnisse sind in einer Stufe möglich
  • Vielstellenantrieb mit oder ohne Drehrichtungsumkehr
  • konstruktiv besteht keine Bindung an genormte Länge und Breiten
  • unempfindlich gegen Drehmomentenstöße
  • Wirkungsgrad ≥ 98%
  • Dehnschlupf < 2%

Die Maße von Flachriemenscheiben sind in der DIN 111 genormt.

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