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"Lager haben die Aufgabe, relativ zueinander bewegliche, insbesondere drehbewegliche Teile in Maschinen und Geräten abzustützen und zu führen und die wirkenden äußeren Kräfte (quer, längs und/oder schräg zur Bewegungsachse) aufzunehmen und auf Fundamente, Gehäuse oder ähnliche Bauteile zu übertragen (Funktion). Die gestaltete Baugruppe wird als Lagerung bezeichnet." [1]

Wälzlager sind Lager, bei denen Welle und Gehäuse bzw. Innen- und Außenring durch Wälzkörper (Rollen oder Kugeln) auf Abstand gehalten werden, so dass statt Gleitbewegung fast ausschließlich Rollbewegung erfolgt.

Animation: Funktionsprinzip des Wälzlagers

Dadurch wird auch bei geringen Drehzahlen oder Intervallbetrieb mit Stop und/oder Drehrichtungsänderungen für geringe Reibung, geringe Erwärmung und geringen Verschleiß gesorgt.

Da sich die Wälzkörper nicht von selbst gleichmäßig auf dem Umfang verteilen, werden die Wälzkörper meist noch durch einen Käfig geführt. Bei Rollen hat der Käfig ausserdem die Aufgabe, für die richtige Lage der Rollköperachse zu sorgen.

Falls kein Käfig vorgesehen ist, liegen die Wälzkörper dicht andicht und führen sich gegenseitig. Dann wird das Lager als "vollrollig" bezeichnet. Wegen des erhöhten Verschleißes der Wälzkörper werden solche Lager nur bei niedrigen Drehzahlen eingesetzt.

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